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Koalageschichte
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Wie der Koala seinen Schwanz verlor

Eine der vielen Traumzeitgeschichten der Aborigines:

In der Traumzeit wurde das Land einmal von einer großen Trockenheit heimgesucht. Nirgendwo ließ sich Wasser finden; die Wasserlöcher und Bäche waren ausgetrocknet. Alle Geschöpfe hatten großen Durst, doch ihnen fiel auf, dass der Koala, der einzige unter ihnen war, der nicht unter dem Wassermangel zu leiden schien.

Daher verdächtigten sie ihn, einen geheimen Wasservorrat zu besitzen. So überredeten die anderen Geschöpfe den Leierschwanz, der der beste Fährtenleser war, dem Koala zu folgen. 

Zu dieser Zeit hatte Koala noch einen langen Schwanz und der Leierschwanz beobachtete ihn, wie er den hohen Baum hinaufkletterte und mit Hilfe seines Schwanzes sich von einem Ast zu einem großen Astloch hinunter schwang, um daraus Wasser zu trinken. Der durstige Leierschwanz konnte das Gluckern des Wassers hören. Wütend und durstig, wie Leierschwanz darauf wurde, setzte er den Baum in Brand. Der Koala flüchtete so schnell er konnte und verlor in seiner Hast seinen Schwanz. Bis heute hat der Koala keinen Schwanz.

Die Symbolik und Aussage dieser Traumzeitgeschichte ist es, sein eigenes Wissen mit anderen zu teilen und andere für ihr Wissen zu achten. Auch warnt die für den Koala lebensrettende Flucht und der Verlust seine Schwanzes davor, seine persönlichen Schätze – also sein eigenes Potential – nur für sich zu behalten.

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